Über Frauen und Männer

Das Zusammenspiel des weiblichen und männlichen Prinzips prägt unser gesamtes Leben.
Das Zusammenspiel des weiblichen und männlichen Prinzips prägt unser gesamtes Leben.

Eines meiner Lieblingsthemen: Wie weiblich sind die Frauen und wie männlich sind die Männer?

Vor einigen Monaten entdeckte ich hierzu einen beeindruckenden Artikel eines Journalisten, der darüber schreibt, wie sich die Frauen in der Wirtschaft seines Erachtens zunehmend den Männern anpassen anstatt einfach sie selbst zu sein. Und dann schwärmte er und vergötterte geradezu die Weiblichkeit:

Frauen sind schön, viel schöner als wir. Sie haben hübschere Gesichter, die längeren Beine und tragen höhere Absätze. In Drogerien und Modehäusern haben Frauen eine breitere Auswahl – mehr Farben und Varianten. Frauen haben höhere, weichere Stimmen. Sie brauchen sich im Gesicht nicht zu rasieren. Frauen sind geistig klarer, weil sie weniger an Sex denken. Und sie haben es leicht, schamlos auszukosten, dass wir häufiger an Sex denken.

Eine Frau betritt immer zuerst den Saal, der Gentleman hält ihr die Tür auf. Frauen wird öfter die Hand gereicht – nicht nur zur Begrüßung, auch zum Überwinden von Hindernissen oder einfach nur aus Sympathie. Frauen durften schon in der Steinzeit Lorbeeren ernten. Frauen dürfen öffentlich weinen und wirken am Telefon sympathischer. Sie bekommen Speisen und Getränke zuerst, denn sie haben auch zuerst bestellt. Frauen haben Verehrer. Wir Männer merken nicht oder erst, wenn es zu spät ist, dass wir verehrt werden. Sie sind feinfühliger, bewusster als wir. Sie haben einen Sinn für Form und Farbe.

Frauen brauchen nicht zu überzeugen, sie wirken einfach. Sie werden an Warteschlangen öfter mal vorgelassen. Frauen können Kinder gebären und haben dann die tiefere Bindung zu ihnen. Sie können auf dem Mutter-Kind-Parkplatz stehen. Mancherorts gibt es sogar Frauenparkplätze. Frauen sind öfter in der Werbung zu sehen. Sie dürfen von Natur aus modeln, wir Männer müssen das hart erarbeiten. Frauen sind geschickter in Verhandlungen und Diplomatie. Nicht umsonst werden sie in manchen Berufen bevorzugt eingestellt.

Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau. Sie inspirieren die Männer. Sie sind die Musen großer Künstler und ziehen entscheidende Fäden in der Politik. Die Frauen sind die Perfektion Gottes, denn als er die Männer schuf, war das nur eine erste Übung. Ja, selbst beim Schach ist es die Dame, die die stärkste Figur darstellt. Sie kann in alle Richtungen unbegrenzt weit wandern. Noch dazu ist sie auf dem Spielbrett die einzige Frau.

Was kann Frau da noch entgegen halten? Da muss Mann doch einfach Frau mögen – und Frau es mögen, Frau zu sein, nicht wahr?

Derweil habe ich recherchiert. Die Vermännlichung der Frauen ist ein uraltes Phänomen, das die Gesellschaft anscheinend immer wieder begleitet. Es finden sich tolle Zitate von klugen Denkern, die ich hier einmal wirken lassen möchte:

Da die Frau sich vermännlicht, sucht sie instinktiv einen Männertyp, der weiblicher ist als die früheren Helden.
(Marcello Mastroianni, ital. Schauspieler – 1924-1996)

Weh dem Manne, den weibliches Erröten mutig macht!
(Friedrich Schiller, dt. Dichter – 1759-1805)

Taten sind männlich, Versprechungen weiblich.
(Afrikanisches Sprichwort)

Die schöne und reine Weiblichkeit sollte nur durch die schönste und reinste Männlichkeit angezogen werden.
(Wilhelm von Humboldt, preuß. Schriftsteller – 1767-1835)

Weibliche Unschuld und Reinheit im höchsten Sinne ist das Höchste und Heiligste auf Erden. Hier ist die Stufe, über welche das Göttliche zum Menschen herabsteigt.
(Johann Gottfried Herder, dt. Philosoph – 1744-1803)

Das Herz aus Wachs und das Köpferl aus Eisen – das ist der Grundriß der weiblichen Struktur.
(Johann Nestroy, österr. Dramatiker – 1801-1862)

Um seine männliche Schöpferkraft wissen und doch seine weibliche Empfänglichkeit bewahren heißt zum Strombett des Lebens werden.
(Lao tse, chin. Philosoph – 6. Jahrhundert v. Chr.)

Es gibt zwei Arten von Schönheit: Lieblichkeit und Würde. Lieblichkeit ist die weibliche Form und Würde die männliche.
(Marcus Tullius Cicero, röm. Politiker – 107-43 v. Chr.)

Es gibt Männer, welche die Beredsamkeit weiblicher Zungen übertreffen. Aber kein Mann übertrifft die Beredsamkeit weiblicher Augen.
(Karl Julius Weber, dt. Schriftsteller – 1767-1832)

Alles Vergängliche Ist nur ein Gleichnis; Das Unzulängliche, Hier wird’s Ereignis; Das Unbeschreibliche, Hier ist’s getan; Das Ewig-Weibliche Zieht uns hinan.
(Johann Wolfgang von Goethe, dt. Dichter – 1749-1832)

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