Ein Tag wie an der Börse: hektisch, informativ, komplex

Beatrice Schuberth besucht den Börsentag 2015 in Berlin.
Beatrice Schuberth besucht den Börsentag 2015 in Berlin.

Zwei Themen haben mich bewegt, weshalb ich gestern den Börsentag in Berlin besuchte. 1.) Welche Möglichkeiten gibt es, Geld zu akquirieren, ohne dass Banken daran hauptbeteiligt sind und 2.) was verbirgt sich hinter der Trader-Welle, die derzeit aktiv ist? Was bedeutet Traden? Wie funktioniert es? Und was ist zu beachten?

Die Grundstimmung im bcc Berlin am Alexanderplatz ist gut. Trotzdem, ich merke, dass die Jahrmarkt-Atmosphäre auf Messen wie dieser generell nicht nach meinem Geschmack ist. Die geballte Ladung an Informationen, die einem geboten wird, verliert sich in der vorherrschenden Hektik suchender Fragender und um klugen Gesprächsstoff ringender Aussteller. Scheuklappen anlegen! Ich hole mir nur das ab, was ich heute brauche! So lande ich unter den Zuhörern beim Vortrag von Professor Dr. Ralf Beck der Fachhochschule Dortmund. Sein Thema: „Finanzieren, Geld übertragen und Geld anlegen ohne Banken?“ Er zeigt viele Möglichkeiten auf, die Banken zu umgehen. Crowdfunding und Crowdinvestment sind die wiederkehrenden Stichwörter der nächsten vierzig Minuten. Interessant. Spannend. Ich merke, Herr Dr. Beck ist mit großer Leidenschaft dabei, doch in der kurzen Zeitspanne ist es kaum möglich, das Thema gänzlich abzuhandeln. Gut, dass der werte Referent auch Buchautor ist. Für ein paar Fragen werde ich definitiv noch einmal nachlesen. Hut ab vor der Expertise!

Ein altes Sprichwort sagt: "Die Zeit ist das kostbarste Gut. Man kann sie für Geld nicht kaufen." - Beatrice Schuberth bleibt relaxt
Ein altes Sprichwort sagt: „Die Zeit ist das kostbarste Gut. Man kann sie für Geld nicht kaufen.“ – Beatrice Schuberth bleibt relaxt

Wie man als Trader den Markt handelt, will ich anschließend von Roman Przibylla erfahren, der hierzu einen Vortrag hält. Von der Analyse bis zum Trade gibt er dem Publikum einen vertieften Einblick: Schritt für Schritt führt er durch den Prozess. Dabei betont er, wie einfach alles sei und ein Studium hierfür garantiert nicht nötig sei. Viel wichtiger sei es, vorsichtig zu sein. Sich selbst gut einschätzen zu können, mentale Fitness und Konzentration seien die qualitativen Voraussetzungen für einen gelungenen Trade. Obwohl ich hier gerne mehr gewusst hätte, habe ich den Ort schnell wieder verlassen. Der „laute Rummel“ drumherum war für mich einfach zu groß. Um solche Themen umfassend zu behandeln, ziehe ich das persönliche Gespräch in einer gelasseneren Atmosphäre vor. Zeit und Ruhe – das sind meine qualitativen Voraussetzungen.

Ja, der Börsentag hat mich emotional tatsächlich an den Trubel an einer Börse erinnert. Viele Menschen, viele Meinungen und viele Zahlen. Informativ, komplex – für mich persönlich jedoch alles ein bisschen zu hektisch. Raus aus der Tür, genieße ich noch einen Spaziergang durch die Straßen Berlins. Vom Alexanderplatz zur Friedrichstraße, Unter den Linden, Brandenburger Tor, Reichstag und wieder zurück. Sightseeing unter der Herbstsonne. Wer hätte gedacht, dass alles so nah beieinander liegt? Für mich bleibt klar: In der Ruhe lässt sich deutlich mehr erreichen als in der Hast. Danke, liebes Berlin! Auf Wiedersehen!

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